Andreas Durrer

12. September - 14. Oktober 2011

Die lyrisch abstrakten Arbeiten, des Schweizer Malers Andreas Durrer, bauen auf den Dialog von Farbfeld und Linie auf. Gegenständlichkeit ist aber keineswegs beabsichtigt. Sondern die Wahrnehmung des Bildraums  als ein mehrschichtiges, autonomes Gebilde. Neben leuchtenden Primärfarben entfaltet sich das Spektrum der Zwischentöne und dezenter Graunuancen. Gezielt setzt der Künstler auch die Grundierung als Farbton ein und transportiert so die räumlich hinterste Schicht nach vorne.

Durrers Bilder sind beherrscht von positiver Energie und einer elegischen Grundstimmung. Kennzeichnend für die Realisation ist das Verhältnis von gleichzeitiger Hingabe und Distanznahme beim Malen. Der Künstler bewegt sich seinerseits denkend-fühlend im Bildraum und muss den Bildraum verlassen, um im Überblick die Komposition zu beurteilen. Die Hand mutiert zu einer Art beweglichem Auge, welches die Aktion und die Komposition reguliert. Andres Durrer geht es um die Vision eines inneren Bildes. Die Suche nach diesem Vorbild beginnt mit der Setzung des ersten Pinselstrichs.

Bewusst grenzt sich der Künstler von der Aktionskunst des abstrakten Expressionismus durch seine klare Haltung ab. Durch den Einsatz von gegensätzlichen Bildelementen und dem Ausloten malerischer Mittel erzeugt der Künstler Spannungsverhältnisse. Mit sinnlicher Präsenz verführen die Werke von Andreas Durrer und verlocken dazu, die Bildräume und deren Machart zu erkunden.

Die Frage, was ich eigentlich sehe, wenn ich sehe, führt zur Untersuchung der eigentlichen Bildwahrnehmung. Die Bildfläche wird so zum Ausgangspunkt für eine Untersuchung des Malprozesses – aber auch des eigenen Sehens und Empfindens.

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